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Galapagos Inseln – Meilenstein des Artenschutzes

Auf den Galapagos Inseln wurden 201 Riesenschildkröten ausgesetzt. Diese aus einer Zucht stammenden Tiere wurden auf der Insel Santa Fe in die Freiheit entlassen, wo vor mehr als 150 Jahren das letzte Exemplar einer verwandten Unterart der Landschildkröte Chelonoidis hoodensis gestorben war. Wissenschaftler möchten u.a. den Einfluss der Schildkröten auf das einzigartige Ökosystem der Galapagos-Inseln untersuchen.

Die auf Santa Fe freigelassenen Tiere haben Mitarbeitern des Galapagos-Nationalparks zufolge „morphologische und genetische Ähnlichkeiten“ mit der ausgestorbenen Chelonoidis sp. 30 der jetzt freigelassenen Schildkröten wurden mit einem Peilsender ausgestattet, um den Forschern Auskunft über ihre Wanderbewegungen auf der rund 1000km vor Ecuadors Küste gelegenen Insel zu geben.

Das Projekt soll die „ökologische Wiederherstellung“ des Archipels unterstützen. Gemäss Parkdirektor Danny Rueda ist ein zentraler Punkt des Vorhabens den Einfluss der Tiere auf andere Tierarten des Eilands kennenzulernen, das u.a. von rund 6.500 Leguanen bevölkert wird. Experten zufolge lebten früher 14 Unterarten von Chelonoidis auf Galapagos, von denen heute drei ausgestorben sind.