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Tolle Organisation der Reise

Guten Abend Frau Dobravec

Bitte entschuldigen Sie die lange Wartezeit auf das versprochene Feedback. Das berufliche und private Umfeld haben mich leider schon wieder fest im Griff.

Schon ist es wieder über einen Monat her, dass wir von unserer wunderbaren Reise zurück sind. Die Erinnerungen daran sind aber noch immer sehr präsent, so als wären wir erst gestern nach Hause gekommen.

Angefangen hat die Reise wie schon berichtet mit einer Schrecksekunde beim Check-In in Zürich, als das Ticket nach Madrid anscheinend nicht gültig war. Dies hat sich dann aber schnell als Unaufmerksamkeit der Check-In Angestellten herausgestellt. Bei der Ankunft in Quito war es kalt und nass. Kalt war es auch im Hotel Vieja Cuba. Türen und Fenster überall offen, keine Heizung im Zimmer. Trotz drei Wolldecken keine angenehme Nacht nach der langen Anreise.

Nach diesem „Kaltstart“ besserte sich unsere Stimmung schnell als uns Reno zur Stadtbesichtigung abholte. Trotz eher schlechtem Wetter bekamen wir bereits einen guten Eindruck von den Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten der Stadt und der Umgebung.

Aufenthalt und Aktivitäten in der Sacha-Lodge waren der erste Höhepunkt der Reise. Organisation und Betreuung waren äusserst professionel, die Küche einer der besten auf der ganzen Reise. Wir hatten eine Deutsche als Guide und einen einheimischen Begleiter exklusiv für uns, waren so flexibel unterwegs und haben dadurch sehr viel gesehen und erlebt. Dafür lohnte es sich, morgens um 5 Uhr aufzustehen. Sehr eindrücklich waren der Kapok-Turm und der Baumwipfelpfad aber auch die Kanufahrten durch den gefluteten Dschungel. Morgens um 5 Uhr aufstehen mussten wir auch wegen der Vorverlegung des Rückflugs durch die Tame. Darauf hätten wir dann gerne verzichtet.

Beim zweiten Aufenthalt im Vieja Cuba haben wir ein sehr kleines Zimmer im Nebengebäude bekommen, dafür aber mit einem kleinen Heizlüfter.

Die Hochlandtour haben wir sehr genossen, auch wenn sich das Wetter nicht immer so postkartenmässig präsentierte wie wir uns das gewünscht hätten. Entscheidend dazu beigetragen hat sicher auch Reno mit seiner grossen Erfahrung und seinen vielen guten Beziehungen. Absolute Highligts waren der Pita- und der Quilotoa-Trek, aber auch die beiden „kurzen“ Hütten-Treks am Cotopaxi und am Chimborazo waren äusserst intensiv und eindrücklich. Beindruckend waren auch der Cuicocha-See, der Saquisili-Markt, die Pastaza-Schlucht und die Incapirca-Ruinen. Eher unspektakulär fanden wir den Markt in Otavalo und die Fahrt zur Teufelsnase. Die Stadtbesichtigungen in Cuenca und Guayaquil würden wir im Nachhinein etwas weniger ausgedehnt und gemütlicher angehen. Mit den einfachen Unterkünften kamen wir gut zurecht, frieren mussten wir nirgends mehr. Im Palmeras gabs ein Kaminfeuer, in Chilcabamba,  wo wir uns am wohlsten fühlten, einen gemütlichen Schwedenofen und auch in der Mama Hilda gabs eine ausreichende Elektroheizung. Die Hotels in den Städten waren alle in Ordnung.

Die Flüge von und nach Galapagos verliefen problemlos. Der Inselhüpfer nach Isabela war echt cool. Die Schiffsüberfahrt nach Santa Cruz verlief glücklicherweise ruhig und schnell, denn am Abend und in der Nacht davor plagten mich akute Magen/Darmbeschwerden.
Der Ausflug zum Sierra Negra war leider die grosse Enttäuschung der ganzen Reise. Trotz der teilweisen Sperrung wollten wir zumindest einen Blick in den Kraterkessel werfen. Die Verhältnisse vor Ort waren aber leider so schlecht bzw der Nebel dermassen dick und zäh, dass wir absolut nichts sehen konnten. Der Ausflug nach Los Tuneles hat uns dann aber wieder sehr gut gefallen und die Enttäuschung vom Vortag wieder wettgemacht. Die beiden Ausflüge mit der Sea Finch waren dann beide nochmals ein Highlight,  landschaftlich auf Bartolomé, von der Tierwelt her auf North Seymour aber auch vom Service und vom Komfort her auf der Yacht. Was nicht geklappt hat war die Abholung gemäss Voucher vom Hotel zum Treffpunkt in Puerto Ayora. Dies ist gemäss Veranstalter gar nicht vorgesehen. Das Hotel Silberstein hat uns jeweils ein Taxi organisiert und sogar bezahlt.
Beide Hotels auf Galapagos haben uns gefallen, besonders das idylisch gelegene Beach House mit Frühstück am Strand. Die Betreuung hier war sehr zuvorkommend, einzig die Reservation hat nicht geklappt. Am zweiten Tag konnten wir aber problemlos in ein Zweibettzimmer wechseln.

Beim dritten Aufenthalt im Vieja Cuba hatten wir ein etwas neueres, besser isoliertes Zimmer bekommen, eine Wolldecke reichte diesmal aus. Dieses kalte, zugige Hotel würden wir auf keinen Fall mehr buchen und weiterempfehlen. Zum Abschluss unserer Reise hatten wir dann noch einen sehr schönen Tag in Quito.

Rückblickend verlief die Reise was die gebuchten Leistungen anbelangt bis auf die erwähnten Nuancen „wie am Schnürchen“. Herzlichen Dank an dieser Stelle Ihnen und ihrem Team für die ausführliche und umfassende Beratung im Vorfeld der Reise und für die tolle Organisation der Reise. Ganz besonders bedanken möchten wir uns an dieser Stelle aber auch nochmals bei Reno für die hervorragende Betreuung unterwegs, für die einzigartigen Erlebnisse und Einsichten in die Lebesweise der Ecuadorianer die wir durch ihn erfahren durften und nicht zuletzt für die sehr persönlichen Einblicke in einige spannende Episoden aus seiner beeindruckenden Biografie.

Handfeste Pläne haben wir momentan keine. Aber wer weiss, sollte es uns dereinst erneut Richtung Südamerika ziehen, darf es durchaus auch wieder etwas „handgemachtes“ sein.

Freundliche Grüsse
Georg Mäder (Februar 2018)